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Sprache schafft Realität

Am Dienstag, den 17.09.2019 begab sich unter anderem der Grundkurs Politikwissenschaft mit Frau Schmidt-Kotsch im Rahmen des Semesterthemas „Europa“ in die James-Simon-Galerie Berlin, um dem Zusammenhang von Sprache und Politik näher nachzugehen. „Sprache schafft Realität!“ – nicht nur mit diesem Satz erinnerte Robert Habeck in der zweistündigen Veranstaltung im Rahmen des Berliner Literaturfestivals leidenschaftlich an die Gestaltungsmacht der Sprache unserer Gesellschaft und Demokratie.

Ausgehend von seinem 2018 veröffentlichten Buch „Wer wir sein könnten“ erläuterte Habeck den anwesenden Schülerinnen und Schülern anschaulich und lebensnah, dass die Sprache nicht nur in der Politik den entscheidenden Unterschied macht. Etwa fühle sich, so Habeck, der Begriff Erderwärmung wohlig warm, behaglich und unbedenklich an, wohingegen Klimakrise schon unbequemer sei, verdeutliche, dass ein Problem vorläge und ein Handeln nötig sei. Er begründete ausführlich, warum seiner Ansicht nach auch mit Blick auf Europa unserer Demokratie mehr denn je eine offene und vielfältige Sprache brauche.

In der zweite Hälfte der Veranstaltung waren dann die Schülerinnen und Schüler aufgefordert, mit Habeck ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen  – diese reichten von Umweltpolitik über realistische Zukunftszenarien bis hin zur tatsächlichen Ökobilanz der Partei Bündnis 90/ Die Grünen.

Zum Abschluss nahm der Schriftsteller und Politiker sich noch Zeit, Nachfragen im Zwiegespräch zu klären und ein paar Erinnerungsfotos mit den Gästen zu schießen:

Emily Robert

Robert Habeck mit Emily Kuper, Schülerin der KOS