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Latein  - Kursfahrt nach Xanten

28.02. – 02.03.2018

Unterricht am anderen Ort der besonderen Art

Lateinfahrt1

Neunt- und Zehntklässler*innen machen sich trotz Minusgraden, Sturmböen und langen Anreisewegen auf, um eine Reise in die antike Welt zu unternehmen. Warum es sich gelohnt hat, berichtet Vivien Schulz aus der KG 10.13. ausführlich...

Unser Anreisetag 

Lateinfahrt4Am Mittwoch, den 28.02.2018 begann unsere Lateinfahrt nach Xanten mit Frau Pagel und Frau Waldow. Um 8.05 Uhr trafen wir uns am Berliner Hauptbahnhof. Im Zug erhielten wir einen Arbeitsauftrag über das römische Xanten, den wir während der Fahrt bearbeiten sollten. Wir mussten zweimal umsteigen bis wir den Xantener Bahnhof erreicht hatten. Ein Bus fuhr uns zur Jugendherberge. Die Jugendherberge in Xanten war sehr schön und hell.

Nach dem Abendessen hatten wir eine einstündige Veranstaltung, bei der sich alles um römische Spiele gedreht hat. Die Römer spielten zum Beispiel viel mit Nüssen, kleinen Knochen oder Steinen. Nachdem uns die verschiedensten Spiele gezeigt und erklärt wurden, durften wir diese Spiele selber ausprobieren. Mir hat es viel Spaß gemacht.

Lateinfahrt5Der Museumsbesuch

Zu Beginn der Führung haben wir uns ein Steinfragment angeschaut. Mit diesem Fragment hatten wir uns schon im Lateinkurs beschäftigt. Anschließend wurden uns die Schreibgeräte gezeigt. Die Fähigkeit zu schreiben war weit verbreitet. Für alltägliche Schreibarbeiten wurden hölzerne, mit Wachs gefüllte Schreibtäfelchen benutzt.

Lateinfahrt6Dann wurden uns verschiedene Kleidungsstücke, die die Römer früher trugen gezeigt. Unter anderem hatten die Römer früher Drahthemden an. Dieses konnte auch jeder anfassen. Zum Erstaunen einiger war dieses sehr schwer. Wenn die Römer unterwegs waren, hatten sie ein Schutzschild und auch einiges zur Verpflegung bei.

Daraufhin erfuhren wir etwas über die Anlage der Stadt, auf deren Resten wir standen. Sie war geprägt von prachtvollen öffentlichen Großbauten. Das rechtwinklige Straßenraster wurde durch eine Stadtmauer mit drei Haupttoren begrenzt. Im Zentrum lagen das Forum und der Haupttempel, das Kapitol.  Die großen öffentlichen Thermen und das Amphitheater dienten der Lebensqualität und Zerstreuung. Die römische Stadt bot Lebensraum für die ca. 10.000 Einwohner.

Zum Schluss konnten wir noch von einer Aussichtsplattform auf die Baderäume der großen Thermen blicken.

LateinfahrtDer archäologische Park Xanten

Im Anschluss wurde uns noch der Römerpark gezeigt. Wir haben zum Beispiel gesehen, wo und wie die Römer schliefen und arbeiteten. Es gab mehrere Werkstätten, z.B. die eines Schmiedes. Wir erkundeten ebenso eine römische Herberge, die eine eigene Therme und viele Gästeräume hatte.  Am interessantesten fand ich das Amphitheater zu sehen, denn zuvor habe ich solche immer nur auf Bildern gesehen. Lateinfahrt8

Zum Abschluss der Veranstaltung durften wir uns kreativ betätigen. Wir stellten unsere eigenen Wachsmünzen her. Zuvor haben wir uns noch über echte römische Münzen unterhalten. Was ich mir zum Beispiel gemerkt habe ist, dass die kleinen Münzen die wertvollsten sind. Unter anderem auch durch ihre Farbe, denn diese waren aus Gold.

Lateinfahrt9Unser Abreisetag

Am Freitag, den 02.03.2018 endete leider unsere kleine Reise nach Xanten. Bevor wir zurück nach Berlin fuhren, räumten wir das Zimmer auf und putzten einmal durch.  Nach dem Frühstück um 8.30 Uhr brachen wir zur Bushaltestelle auf. Vom Xantener Bahnhof führen wir nach Duisburg, wo wir einen 1 ½-stündigen Aufenthalt hatten. Als unsere Bahn endlich um 11.45 Uhr in den Duisburger Bahnhof einfuhr, hatten wir eine vierstündige Fahrt zum Berliner Hauptbahnhof vor uns. Um 16 Uhr kamen wir an.                                                                                        

Trotz des kalten Wetters hat mir die Lateinreise sehr gut gefallen. Leider war sie sehr kurz. Wir haben viele interessante Fakten über die Römer erfahren und konnten vile Dinge selber ausprobieren. Am meisten Spaß gemacht hat mir der Spieleabend und das Selbstgestalten der unserer Wachsmünzen. Ich würde immer wieder an einer Fahrt mit dem Lateinkurs teilnehmen.